Trading lernen – Erfahrungen von Jens

Trading Coaching

Jens ist seit Anfang des Jahres bei mir im Coaching und berichtet auf diesem Blog seine Erfahrungen.
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Die erste Lektion und die Gefahr von Geschäftszahlen


Nachdem die formale Ausbildung in der Class of Trading mit dem Videokurs beendet ist und die Teilnehmer die ersten eigenen Erfahrungen sammeln konnten, startet das persönliche Coaching

Ich habe dabei in meiner ersten Stunde meine Ergebnisse präsentiert und davon erzählt, dass ich immer gut im Plus bin aber dann zusehe, wie die Gewinne verschwinden.
Wir haben in dem Livemeeting herausgearbeitet, dass ich den Stopp Loss sehr zögerlich nachziehe.
Das war meine Lektion aus dem Gespräch und man muss sich wirklich zwingen, den Stopp Loss nahe an den Markt zu ziehen, sobald der Trade an Schwung verliert oder in den Zielbereich kommt.

Üben konnte ich das dann gleich bei dem Trade von Splunk Inc (SPLK).

Nachdem sich der Wert in einem Aufwärtstrend befand, fand ab Mitte Juni ein starker Abverkauf statt.
Am 20.7.2018 entstand ein niedrigeres Hoch und die Stochastik begann zu sinken.

Somit ein Einstieg für eine Short Idee. Der Einstieg lag bei 106 USD mit einem SL bei 110 USD und einen Ziel bei 95 USD.
Somit lag das geplante Chancen Risiko bei 2.75 und damit sehr gut.

Die Tradingidee lief gut an und ich war schön im Plus.
Nachdem der Zielbereich des Trades bei 95 USD erreicht war habe ich den Stopp Loss sehr eng nachgezogen. Zuerst auf ca. 101 USD und anschließend auf 99 USD.
In der Ausbildung lernt man, dass man Trades im Zielbereich eng absichern muss, um sich die Chance auf weitere Gewinne zu erhalten.

Am 1.8. wurde der Trade dann schließlich ausgestoppt mit einem realisierten Chancen Risiko Verhältnis von 1.75. Es hat wirklich Überwindung gekostet, den Stopp so eng nachzuziehen.
Aber wie man sieht, hat es sich gelohnt.
Ohne mein Coaching hätte ich wohl zugesehen, wie mein Gewinn zusammenschmilzt und ich wäre Break Even ausgestoppt worden.

Im zweiten Coaching haben wir uns zwei meiner eigenen Trades angesehen, die voll in den Stopp Loss gelaufen sind.
Exemplarisch ist hier Chubb Ltd. (CB) gezeigt. Es war ein Short Trade mit einem sehr guten Chancen Risiko geplant. Der Trade wurde am 20.7. eingestoppt und lief von dort an gegen mich.
Ich wurde extrem schnell am 25.7. ausgestoppt und der Trade hat den gesamten Stopp Loss aufgebraucht.

Im Coaching haben wir dann die Geschäftszahlen geprüft und gesehen, dass tatsächlich am 24.7. welche berichtet wurden.

Bisher habe ich die Geschäftszahlen beim Trading nicht richtig berücksichtigt.
Bei der Durchsicht weiterer Trades hat sich tatsächlich das Muster ergeben, dass bei Trades, die sehr schnell den gesamten Stopp ausgelöst haben, die Geschäftsbericht unmittelbar folgten.

Da ich auf Basis des Tagescharts handle, hat ein Trade der ein paar Tage vor dem Geschäftsbericht eingegangen wird ein hohes Risiko ausgestoppt zu werden.
Weiterhin besteht auch nahezu keine Möglichkeit den initialen Stopp zu reduzieren, bevor die Zahlen kommen. Somit habe ich in meine Checkliste den Punkt „Geschäftszahlen“ aufgenommen. Stehen in den nächsten Tagen Zahlen an, gehe ich den Trade nicht ein, wie schön das Setup auch immer sein mag.

Börsengeschäfte sind mit erheblichen Risiken verbunden, beachten Sie bitte dazu den Risikohinweis.

  • 14. August 2018