Stopp Management im Trading

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Im heutigen Artikel möchte ich eine Diskussion von einem Coaching Teilnehmer und mir näher beleuchten. Vom Grundsatz geht es um die „richtige“ Stoppversetzung. Im weiteren Verlauf stellt sich dann die Frage nach dem Initial Stopp.

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Zunächst möchte ich aber alle auf einen gemeinsamen Stand bringen. Die Berechnung des maximalen Verlustrisiko‘s erfolgt durch eine Berechnung von Wahrscheinlichkeiten in Zusammenhang mit dem zur Verfügung stehenden Trading-Kapital.

Der nächste Schritt ist sehr gut in meinem Buch „Einfach Traden lernen“ beschrieben.

Es folgt immer ein schematischer Ablauf im Trademanagement. Angefangen vom Initial Stopp, über der Zeitstopp, Break-Even- und später auch der Gewinnsicherung Stopp.

Jeder! Trade durchläuft diese Art von Trademanagement.

Jetzt aber zu der Diskussion:
Der Coaching Teilnehmer sah zwar die Notwendigkeit des Trademanagement, befürchtete aber, dass wenn er das Trademanagement so auf seine Trades anwenden würde, ihm die „grossen“ Gewinner verloren gingen.

Kein Wunder, war er doch der Meinung, dass wenn der Trade durch den Zeitstopp ausgestoppt wurde und dann der Markt doch noch in seine Richtung liefe, er mit Verlust neben dem Markt stände.
Damit hätte er grundsätzlich zwar das Initial Risiko minimiert, aber dennoch einen Verlust erlitten, der im Nachgang betrachtet, ein Gewinner gewesen wäre.

Ziemliche viele Konjunktive, nicht wahr? Hätte, wäre, könnte.

Und genau da liegt das Problem.

Wir wissen nicht, wie der Markt im nächsten Augenblick agieren wird. Später auf Basis der vorliegenden Kursentwicklungen ist es immer einfach zu sagen.

Die Lösung ist ganz einfach:

Wir entscheiden aufgrund der vorliegenden Fakten im Hier und Jetzt. Es geht uns darum, möglichst wenig Verlust zu machen und die Gewinne zu maximieren. Dabei ist ein Trademanagement unerlässlich. Wir wollen auch nicht in Schönheit sterben, weil wir ja fachlich korrekt gehandelt haben. 

Wenn ein Trade im Verlust ist, dann ist das für uns nicht das was wir uns als Ergebnis vorgestellt hatten. - bei den meisten Menschen jedenfalls ;-)

Den Trading lernen, heißt in erste Linie zu „Überleben“ am Markt.

Noch konkreter.

Erst Verluste minimieren, dann Gewinne maximieren.

Ende der Diskussion?
Nach gründlicher Analyse des Trading der vergangen Jahre viel auf, dass nur ein unbedeutender Teil der Trades „hinten rüber“ gefallen war. Bei allen anderen wurde das durchschnittliche Risiko um mehr als 50% reduziert. Was wiederum heisst, dass die Gewinne geblieben sind, durch das reduzierte Risiko aber mehr Ertrag am Ende des Tages übrig geblieben ist.

Ihr Carsten Umland

Börsengeschäfte sind mit erheblichen Risiken verbunden, beachten Sie bitte dazu den Risikohinweis.

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